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Leckagen & Freisetzungen

Maßnahmen gegen Verschütten, Leckagen oder Freisetzungen – unverzichtbar zum Schutz von Umwelt und Mensch

Bei allen Unternehmensaktivitäten legen wir besonderen Wert auf ökologische Verantwortung. Diese Selbstverpflichtung umfasst extensive Maßnahmen zur Verhinderung und Kontrolle von Freisetzungen und Leckagen in der Produktion bis hin zu verantwortungsvollem Umgang mit Umweltkatastrophen. Sollte es im laufenden Betrieb zu einer Freisetzung oder Leckage kommen, setzen wir aggressive Kontroll- und Sicherheitssysteme ein, um die Umweltbelastung zu minimieren. Wir sind uns der menschlichen, ökologischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Folgen möglicher Freisetzungen und Leckagen bewusst. Sicherheit und Wohl von Mitarbeitenden und der Gesellschaft an unseren Standorten sind ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Im Rahmen unseres „Zero Incident“-Ansatzes liegt der Fokus darauf, jegliche Art von Störfällen zu vermeiden.

Konsequente Vermeidung oder Behebung von Freisetzungen

Um einen Produktionsbetrieb sicher zu stellen, der im Einklang mit der Verantwortung für die Gesellschaft und einer Selbstverpflichtung zu Umwelt und Naturschutz ist, hat Eaton bindende Richtlinien festgelegt.

Unsere Produktion umfasst den Einsatz und die Entsorgung bestimmter Stoffe mit besonderen Umweltschutzauflagen. Um die Umweltauswirkungen beständig zu reduzieren, werden die Produktionsprozesse kontinuierlich verbessert. Dies beinhaltet die Verringerung bzw. Beseitigung verwendeter Chemikalien und Abfälle aus der Produktion. Die Handhabung von Chemikalien ist in unserem MESH-Programm zum Management von Umwelt, Arbeitssicherheit, Sicherheit und Gesundheit ausdrücklich geregelt.

MESH ist ein von uns weltweit eingesetztes, einheitliches Managementsystem. Es zielt darauf ab, das bisherige EHS-Programm (Umwelt, Gesundheit und Sicherheit) auf ein Spitzenniveau zu heben. Dadurch erreichen wir, dass unsere weltweiten Standorte die gleichen Ziele verfolgen und einheitliche Kennzahlen sowie Vorgaben für Verbesserungen verwenden und Best Practice Beispiele teilen. Vor allem hat das MESH-Programm die bisherigen EHS-Einzelaktivitäten in eine Eaton weite Verantwortung überführt, die von allen Mitarbeitenden geteilt wird.

Innerhalb unseres MESH-Systems werden die Elemente Planung, Risikobewertung, Änderungsmanagement, Chemikalienmanagement, Gefahrstoffmanagement und Notfallreaktion zusammengeführt, um zukünftige Auslaufrisiken zu reduzieren und eine sichere Reaktion auf Leckagen und Verschüttungen zu gewährleisten. Das MESH-Programm umfasst dabei Schulungen und interne Audits für das Chemikalienmanagement.

Anlässlich vergangener Störfälle – wie auch im Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss zu lesen – hat sich Eaton an vielen Standorten selbst zu Sanierungsmaßnahmen und Umweltsanierungen verpflichtet. Diese Verpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen oder staatlichen Maßnahmen wurden von Eaton freiwillig übernommen.

Sanierungsmaßnahmen und Risikomanagement

Sanierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Kontamination von Boden und/oder Grundwasser beinhalten in der Regel Vorreinigungsmaßnahmen, Untersuchungen, Risikobewertung, Machbarkeitsstudie, Entwurfs- und Aktionsplanung, Leistungsbeurteilung (wobei die Maßnahmen von der Überwachung über die Entfernung von Schadstoffen bis hin zur Einrichtung längerfristiger Sanierungssysteme reichen können) sowie Betrieb und Wartung eines Sanierungssystems. Um Umweltbelastungen zu minimieren und gleichzeitig unsere Haftbarkeit zu verringern, verwenden unsere Teams hochmoderne Lösungen. Diese umfassen:

  • Entfernen der Verunreinigung.
  • Anwendung von biologischen Sanierungstechniken, die die natürliche Umwelt verbessern und Mikroorganismen zur Kontrolle und zum Abbau der Schadstoffe nutzen.
  • Die In-situ -Oxidation von Verunreinigungen, die gegen Biosanierung resistent sind. Bei diesem Prozess werden Chemikalien in die Verunreinigung injiziert, um diese zu oxidieren.  
  • Andere neuartige Techniken, einschließlich der thermisch verbesserten Dampfabsaugung.

Diese Umweltverpflichtungen sind in unserem jährlichen Risikomanagementprozess enthalten. Jeder Sanierungsstandort wird regelmäßig auf die Einhaltung der Rechnungslegungs- und weiterer gesetzlicher Pflichten geprüft. Sanierungskosten werden regelmäßig im Rahmen unserer Finanzberichterstattung ausgewiesen.

Eaton EHS-Management – kontinuierliche Verbesserung für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit

EHS-Richtlinie

Eaton verpflichtet sich, die Verminderung negativer Auswirkungen von Produkten und Fertigung auf die Umwelt sowie die Leistung des EHS-Programms (Umwelt, Gesundheit und Sicherheit) kontinuierlich zu steigern. Jeder Mitarbeitende ist dafür verantwortlich, diese EHS-Richtlinie einzuhalten.

Zu diesem Zweck verwendet Eaton einen weltweit einheitlichen Verhaltenskodex, der unter anderem Vorgaben im Bereich Ethik, Energie- und Wasserverbrauch, Abfallerzeugung, Produktqualität und Sicherheit der Mitarbeitenden regelt. Die Ansätze des EHS-Programms werden dabei gezielt auf die folgenden Bereiche ausgerichtet:

  • EHS Management System: Eaton lässt sich von MESH (Management of Environment, Safety, Security and Health) leiten – einem weltweit eingesetzten, einheitlichen System, das bestehende Programme zu einem integrierten Managementsystem zusammenführt. Alle weltweiten Standorte verfolgen die gleichen Ziele und verwenden einheitliche Kennzahlen sowie Vorgaben für Verbesserungen und teilen Best Practice Beispiele. Vor allem hat das MESH-Programm die bisherigen EHS-Einzelaktivitäten in eine Eaton weite Verantwortung überführt, die von allen Mitarbeitenden geteilt wird. Das MESH-Programm ist auch auf die Einhaltung internationaler Normen wie ISO 14001 und OHSAS 18001/ISO 45001 ausgelegt.
  • Umweltverträglichkeit: 
    Wir verpflichten uns, die Emissionen in Luft, Wasser und Boden zu verringern, die durch unsere Geschäftstätigkeit entstehen. Das Eaton Senior Leadership Council treibt unsere Nachhaltigkeitsstrategie voran, optimiert unsere Ressourcen und stellt sicher, dass wir uns auf die Umweltrisiken und Möglichkeiten konzentrieren, die für unsere Kunden, Investoren, Gemeinden und Mitarbeitenden am wichtigsten sind. Wir legen Ziele für die Reduzierung unserer Umweltbelastung fest, messen und überprüfen diese und berichten der Öffentlichkeit über unsere Fortschritte.

    Eaton unterstützt Kollektivmaßnahmen, die zu einer weltweiten Reduzierung der Treibhausgasemissionen führen, um den Risiken des Klimawandels zu begegnen. Auf der Grundlage von Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) setzen wir uns jährliche Ziele, um unseren weltweiten Energieverbrauchs und unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Der Fortschritt wird von einem unabhängigen Unternehmen geprüft und der Öffentlichkeit mitgeteilt.
  • Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit: Sichere Arbeitsbedingungen sind eine Grundvoraussetzung für die Beschäftigung bei Eaton. Unser Ziel ist es, ein geschütztes und sicheres Arbeitsumfeld für alle unsere Mitarbeitenden, Auftragnehmer und Besucher zu schaffen. Eaton verpflichte sich, die aufsichtsrechtlichen und unternehmensweiten Anforderungen in Übereinstimmung mit den Unternehmensrichtlinien zu Ethik und Compliance zu erfüllen oder sogar zu übertreffen. Wir arbeiten daran, eine „Zero Incident"-Kultur zu schaffen und unsere Performance im Bereich EHS durch die Implementierung von MESH kontinuierlich zu verbessern. Die Sicherheitsvorschriften sind auch von allen an den Eaton-Standorten tätigen Dritten einzuhalten. Dies schließt Lieferanten, Beschäftigte mit Zeitverträgen, Zulieferer, Auftragnehmer, Besucher und allen sonstige Mitarbeitenden anderer Unternehmen ein.
  • Business Integration: Wir integrieren EHS in alle Phasen des Eaton Business System (EBS), das die Grundlage für eine leistungsstarke Unternehmenskultur durch ein integriertes Betriebssystem bildet. EBS beinhaltet die zentralen Werte, Richtlinien und Prozesse, die zur Führung der Geschäftstätigkeit sowie zur kontinuierlichen Messung und Bewertung der Leistungsverbesserung erforderlich sind. Spitzenleistungen im Bereich EHS zu erreichen, ist integraler Bestandteil aller unserer Geschäftsstrategien. Ebenso berücksichtigen wir die Erwartungen der Stakeholder in unserem Entscheidungsprozess.
  • Compliance: Eaton verpflichtet sich, die aufsichtsrechtlichen und unternehmensweiten Anforderungen in Übereinstimmung mit den unternehmensweiten Richtlinien zu Ethik und Compliance zu erfüllen oder sogar zu übertreffen. Wir arbeiten daran, eine „Zero Incident"-Kultur zu schaffen und unsere Performance im Bereich EHS durch die Implementierung von MESH kontinuierlich zu verbessern.
  • Nachhaltige Produkte: Unsere Geschäftsbereiche sind bestrebt, innovative Produkte und Prozesse zu entwickeln, die Kunden, Lieferanten und Verbrauchern helfen, ihre Energieeffizienz zu verbessern, Emissionen zu reduzieren sowie Gesundheit und Sicherheit zu bewahren. Wir verpflichten uns zu kontinuierlicher Verbesserung durch verschiedene Programme. Beispiele hierfür sind Design for Environment (DfE) und Lifecycle Assessment (LCA) – wissenschaftliche Prozesse, die sowohl die Umweltaspekte eines Produkts als auch potenzielle Auswirkungen während seines gesamten Lebenszyklus identifizieren.
  • Stakeholder: Als einen wichtigen Bestandteil der Nachhaltigkeitsaktivitäten verpflichtet sich Eaton, die Stakeholder einzubinden. Durch den regelmäßigen und offenen Dialog mit unseren Mitarbeitenden, Investoren, Kunden, Lieferanten, Behörden, lokalen Gemeinden und anderen Bezugsgruppen gewinnen wir ein gemeinsames Verständnis für wichtige Themen. Das erleichtert die Zusammenarbeit, um ein Höchstmaß an Umwelt- und Sicherheitsleistung zu erzielen.
  • Lieferkette (Supply Chain): Eaton ist sich der Bedeutung der Lieferkette für unsere eigene Nachhaltigkeitsleistung bewusst. Unser strategischer Ansatz beinhaltet eine Zusammenarbeit mit Lieferanten in wichtigen Themen wie Emissionsmanagement, Verbesserung der Sicherheit und Effizienzsteigerung. Durch unsere Governance-Prozesse stellen wir sicher, dass sich unsere Lieferanten zu den gleichen Werten in Bezug auf ethisches Verhalten, Compliance, Umweltverantwortung und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks verpflichten.
  • Transparenz: Die Erhöhung der Transparenz unserer EHS-Leistung macht Eaton zu einem stärkeren und nachhaltigeren Unternehmen. Wir verpflichten uns, unsere Leistungen zu messen, zu überprüfen und im Geschäftsbericht/Nachhaltigkeitsbericht unseres Unternehmens zu kommunizieren, der auf unserer Eaton.com-Website publiziert wird. Außerdem arbeiten wir mit Organisationen zusammen, die EHS- und andere Nachhaltigkeitsdaten sammeln und an die Öffentlichkeit weitergeben.
  • Gesellschaft: Unsere Verpflichtung ist es, unsere Energiemanagement Produkte und Lösungen an sicheren und umweltschonenden Arbeitsplätzen herzustellen. Wir beteiligen uns an lokalen und staatlichen Initiativen auf der ganzen Welt, um unser gesellschaftliches Umfeld verbessern.
  • Belegschaft: Wir verpflichten uns, das Bewusstsein unserer Mitarbeitenden für EHS-Themen, -Programme und -Leistungen zu schärfen, das Engagement zu fördern und für entsprechende Aus- und Weiterbildung zu sorgen.
  • Notfallvorbereitung/Notfallplanung: Das MESH-Programm von Eaton beinhaltet Prozesse, um die wichtigsten EHS-Risiken und -Auswirkungen auszumachen sowie Betriebskontrollen, Notfall- und Krisenplänen zu entwickeln. Jeder Eaton-Standort verfügt über eigene Notfallpläne, einschließlich Ausrüstung und Schulung für Störfälle. Außerdem arbeiten unsere Mitarbeitenden mit Sicherheitskräften vor Ort zusammen, um sich auf gemeinsame Einsätze vorzubereiten.

Der Eaton Senior Vice President of Environment, Health and Safety ist für die Umsetzung der EHS-Richtlinie verantwortlich. Das Eaton Board of Directors Governance Committee überwacht maßgebende öffentliche Richtlinien in Bezug auf unsere Beziehungen zu Aktionären, Mitarbeitenden, Kunden, Wettbewerbern, Lieferanten und den Gemeinden, in denen wir tätig sind. Zu diesen Themen gehören auch die in der EHS-Richtlinie von Eaton dargelegten Aspekte hinsichtlich der Arbeitssicherheit.

Governance/Unternehmensführung

Wir sind stolz auf unsere tragfähigen internen Prozesse und Kontrollmechanismen für das Management unserer Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit. In diese Kontrollmechanismen sind sowohl Einzelpersonen als auch ganze Teams im gesamten Unternehmen eingebunden. Auch die Führungsebene des Konzerns ist mit eingeschlossen.

So messen wir unseren Erfolg

Unser Ziel ist es, keine Verschüttungen, Leckagen oder Freisetzungen zu verursachen. Wir erfassen die Anzahl der meldepflichtigen Freisetzungen gemäß den Anforderungen der Aufsichtsbehörden. Ebenso bewerten wir, wie effektiv die auftretenden Verschmutzungen beseitigt wurden und investieren in Technologien, die unsere Leistung verbessern. Dies beinhaltet:

  • In-Situ -Oxidation durch Ozoninjektion.
  • Verbesserte reduktive Entchlorung.
  • Kombinierter Einsatz von In-situ -Ozoninjektion und Bodenluftabsaugung.

Das Toxic Release Inventory (TRI) der EPA ist eine öffentliche Datenbank mit Informationen über die Entsorgung und andere Freisetzungen von über 600 giftigen Chemikalien aus Tausenden von US-Einrichtungen.  Informationen darüber, wie Anlagen diese Chemikalien durch Recycling, Energierückgewinnung und Behandlung handhaben, werden ebenfalls bereitgestellt.Eines der Hauptziele von TRI ist es, die Anwohner über die Freisetzung toxischer Chemikalien in ihren Gemeinden zu informieren.

Jedes Jahr müssen Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen (einschließlich der Chemie-, Bergbau-, Papier-, Öl- und Gasindustrie), die mehr als 12.000 Kilogramm einer gelisteten toxischen Chemikalie produzieren oder mehr als 5.000 Kilogramm verarbeiten, dies dem TRI melden. Die Daten werden dann auf der TRI-Webseite der EPA veröffentlicht. 

Eaton meldet jährliche TRI-Daten von allen US-amerikanischen Standorten.  Die folgende Tabelle fasst die gesamten TRI-Freisetzungen des Unternehmens für die letzten zwei Jahre zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf der TRI-Webseite der EPA.

Bei Eaton-Produktionsstandorten handelt es sich bei Freisetzungen hauptsächlich um die Ausweitung von Industrieabwasser an öffentliche Kläranlagen. Die Offsite-Behandlung und Entsorgung umfasst in erster Linie die Entsorgung zur Deponierung von Industrieabwässern und Schlämmen. Die Menge der deponierten Abfälle, die Chemikalien enthalten, die TRI meldungspflichtige Chemikalien enthalten, beträgt weniger als ein Prozent der gesamten Abfälle, die wir jedes Jahr auf die Deponie entsorgen. Das Offsite-Recycling umfasst hauptsächlich die Wiederaufbereitung von Metallen wie Kupfer und Nickel.